Anscheinend arbeitet ein Betrüger bei der Vodafone-Vertriebshotline.

Ich habe den BEGRÜNDETEN Verdacht, dass einer der Mitarbeiter der Vodafone-Vertriebshotline zumindest Beteiligter an der derzeitgen Versendung von Vodafone-Rechnungen mit E-Mail-Trojanern ist. Er sagte, sein Namen sei "Emil K..." und er bzw. seine Arbeitsgruppe sei unter 0800-107... telefonisch erreichbar.

Bei diesem Mitarbeiter habe ich am 02.06.2014 gegen 11:45h Unterlagen für einen LTE-Vertrag angefordert. Er wollte mir die Vertragsunterlagen per Mail an meine E-Mailadresse senden; bis heute sind diese aber nicht bei mir eingegangen. Statt dessen bekam meine Frau, die eine sehr ähnliche E-Mailadresse hat, die o.a. Rechnung mit dem Trojaner. Diese E-Mail wurde ca. 1/2 Stunde nach meinem o.a. Telefonat mit der Vodafone-Vertriebshotline abgesandt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass dies ein Zufall ist, ist m.E. geringer als ein Sechser im Lotto. Haben Sie schon mal erlebt, dass ein Mitarbeiter einer Vertriebshotline sich einen Auftrag entgehen lässt??

Verwunderlich ist das ganze zudem, weil die E-Mailadresse meiner Frau nur sehr wenigen Bekanten und Geschäftspartnern bekannt ist.

Nach Angaben der Vodafone Service-Hotline-Mitarbeitern ist es denen - und auch deren Vorgesetzten!! - angeblich nicht möglich, mich bezüglich dieses Betrugsversuchs mit einem Mitarbeiter der Vodafone- IT-Sicherheitsabteilung zu verbinden bzw. mir einen entsprechenden Kontakt zu vermitteln. (Bei zwei meiner diesbezüglichen Versuche bekam ich an Stelle eines kompetenten Sicherheitsspezialisten lediglich das Besetztzeichen, außerdem wurde ich etlichemal an andere, in dieser Sache ebenfalls inkompetente Vodafone-Mitarbeiter verwiesen bzw. bekam deren Rufnummer mitgeteilt, wobei es z.T. unmöglich war, den Sachverhalt dem dortigen Sprachkomputer klar zu machen; auch das Zauberwort "Betreuer" half da nicht weiter.)

Auf meine E-Mail an "Kontakt@Vodafone.com" mit dem Anngebot, sich bezüglich der Details diese Vorgangs mit mir in Verbindung zu setzen, wurde erst nach gut einer Woche mit einer Mail, die vermutlich allen Betroffenen, die sich gemeldet hatten, zugesandt wurde die nur allgemeines Blabla enthielt und nicht den geringsten Bezug zu dem in meiner Mail geäußerten Verdacht  hatte.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieses Desinteresse(?) von Vodafones zumindest eine Duldung solcher betrügerischer Vorgänge vermuten lässt.
(Passt für Betrüger doch ausgezeichnet: Da melden sich Kunden mit einem Anliegen und diese werden dann auch nicht gleich mißtraurisch, wenn sie kurz danach eine Rechnung von Vodafone erhalten.)
Nachtrag 2015: Auch dieser Artikel  erhärtet den Verdacht! Oder googelt mal nach "betrüger vodafone" o.ä., weit über 100.000 Ergebnisse!

Mein Interesse an einem LTE-Anschluss von Vodafone ist daher einer totalen Ablehnung gewichen.

im Juni 2014

Nachtrag im Juli 2014

Auch meine diesbezügliche Anzeige bei der Polizei, in der ich den  Namen, Uhrzeit des Kontakts und die Telefonnummer des von mir verdächtigen Vodafone-Hotline-Mitarbeiters konkret benannt hatte, wurde offenbar  nicht weiter verfolgt. Jedenfalls bekam ich von der Staatsanwaltschaft ein Schreiben, dass ich nur mit Mühe meiner Anzeige zuordnen konnte. Darin stand, dass das Ermittlungsverfahren gegen - es folgte eine Reihe von Namen, vermutlich Falschnamen, unter denen die Konten eröffnet worden waren, auf die eingezahlt wurde - eingestellt wird. Der Name des von mir verdächtigten Vodafone-Mitarbeiters war jedoch nicht dabei! Stattdessen erfuhr ich zu meinem Trost, dass sich seit Jahren bundesweit immer wieder Geschädigte melden, die Opfer von Überweisungsbetrügereien geworden sind usw. blabla.

Ich meine, die Ermittlunsbehörden haben hier ihre Chance zur Ermittlung der/des Betrügers nicht genutzt. Möglicherweise wäre bei Vodafone sogar ein Mitschnitt meines Telefonats mit dem mutmaßlichen Betrüger verfügbar gewesen; zumindest wäre es aber mit professioneller Polizeiarbeit möglich gewesen, anhand meiner Angaben einen Verdächtigen zu ermitteln! Offenbar ist die Polizei aber unfähig oder auch unwillig, erfolgsversprechende Hinweise zu erkennen und denen nachzugehen: Dazu hätte man ja womöglich seinen eigenen ergonomisch geformten Stuhl verlassen müssen oder gar Kollegen anderswo bitten müssen, ihre Ärsche zu erheben und vor Ort zu ermitteln.

Zur Internetkriminalität und stümperhaften Polizeiarbeit hier meine Anmerkung aus dem Jahre 2012.

Siehe auch:
http://www.mimikama.at/allgemein/trojaner-warnung-vodafone-e-mail-mit-ihre-neue-rechnung-als-pdf/

M.E. wäre es Aufgabe der Polizei, eine Meldestelle einzurichten, an die man per Mail Betrugsversuche im Internet melden und Fishing-Mails weiterleiten kann, aber dazu ist dieser Verein wohl zu überlastet, möglicherweise auch zu dumm oder zu faul. Ich werde jedenfalls den Teufel tun, nochmals für eine solche Anzeige zur Polizeistation zu fahren, denn die tun ja doch nichts!

Einmal abgesehen davon, dass die Einrichtung solcher Meldestellen (natürlich mit kompetentem Personal besetzt!) durchaus wirtschaftlich sein könnte, weil man durch das rechtzeitige Vorgehen gegen solche Betrügereien viele Anzeigen erst gar nicht erstattet würden.