Das "Regelgerät Logamatik 2107" der Firma Buderus arbeitet nicht richtig!

Vorbemerkung: Das sogenannte "Regelgerät Logamatik 2107" der Firma Buderus regelt Nichts, denn die Raumtemperatur wird nicht berücksichtigt!  Vielmehr stellt es die Vorlauftemperatur der Heizung in Abhängigkeit von der (verzögerten) Außentemperatur ein.

Hier ein Auszug aus meinem Schreiben an die Firma Buderus Heiztechnik GmbH in Wetzlar:

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Dienstag, dem 24.05.05 ist mein neuer Heizkessel „Logano S115" mit Ihrem Steuergerät „Logamatic 2107" in Betreib.

Obwohl das Gerät von meinem Heizung-Lieferanten ordnungsgemäß eingestellt worden ist, hat es mein Haus am diesem ersten richtig heißen Tag dieses Jahres bereits um 11:00 Uhr auf eine Innentemperatur von 27°C aufgeheizt. Die Außentemperatur betrug zu diesem Zeitpunkt jedoch erst 24°C. Bei einem eingestellten Sollwert von 22°C für die Innentemperatur pumpte die Logamatic zu diesem Zeitpunkt noch 45°C heißes Wasser in die Heizkörper!

Die Erklärung für diese krasse Fehlsteuerung findet sich auf Seite 17 Ihrer Serviceanleitung für die Logamatic 2107: Für die Berechnung der Vorlauftemperatur nach Heizkennlinie wird der Wert der gedämpften Außentemperatur genutzt. Ich habe deshalb die Abbildung auf dieser Seite kopiert, die zugehörige relative Vorlauftemperatur eingezeichnet und als Anlage beigefügt. Es zeigt sich, dass in der Zeit von 10:30h bis 13:00h das Haus sowohl von außen als auch von der Heizung über die in der Abbildung unterstellte Solltemperatur von 17°C hinaus weiter aufgeheizt wird!

In der Antwort von Buderus wird

dieses (aus meiner Sicht) Fehlverhalten damit begründet, dass wenn im Frühjahr die Außentemperatur tagsüber steigt, die Wände des Gebäudes noch ausgekühlt sind, so dass die Heizung weiterhin benötigt wird. Dazu verarbeitet das Regelsystem die Schwankungen der Außentemperatur verzögert und abgeschwächt und berücksichtigt so die thermische Trägheit des Gebäudes.

Diese Begründung der Firma Buderus ändert jedoch Nichts daran, dass das Gebäude - wie geschildert - völlig überheizt wird, denn

die dem Regelgerät Logamatik 2107 zu Grunde liegende Ableitung der Vorlauftemperatur aus der gedämpften Außentemperatur ist Unsinn!

Wie sich bereits aus der in meinem Schreiben an Buderus geschilderten Beobachtung und der Betrachtung der Abbildung in der Serviceanleitung ergibt, ist ein Überheizen des Gebäudes bei steigender Außentemperatur vorprogrammiert. Im Gegenzug setzt die Heizung abends bei sinkender Außentemperatur zu spät ein, so dass die Innentemperatur des Gebäudes unter den Sollwert sinkt.

Nachtrag März 2012

In den 7 Jahren nach o.a. Schriftwechsel mit Buderus hat sich anscheinend nichts geändert. Buderus ist und bleibt lernresistent!
Immer noch erreichen mich Mails von Lesern dieses Beitrags. Meine diesbezügliche Mail an Buderus wurde ignortiert.

Allein in diesem Jahr bereits zwei solcher Anfragen; Auszüge:

Den von Ihnen beschriebenen Effekt, dass am Vormittag noch unnötigerweise geheizt wird und am Abend die Heizung zu spät einschaltet, habe ich ebenfalls beobachtet. Nun würden mich Ihre persönliche Lösung des Problems interessieren.

Nach aktuellen Problemen mit dem "Regelgerät" Logamatik 2107 von Buderus bin ich auf Ihre ausgezeichnete Webseite gestoßen: Haben Sie einen Zugang ("Code") zur Service-Ebene des Gerätes?

Auszüge aus meinen Antworten, leider nur Behelfslösungen:

Dazu habe ich meinen alten Bimetall-Thermostaten im Wohnzimmer wieder aktiviert, wenn's innen zu warm wird, schaltet der einfach die Umwälzpumpe ab. Gegen die abendliche Abkühlung hilft die Einstellung einer höheren Solltemperatur.

Dass der Kessel das Warmwasser nach Aufheizung des Brauchwassers in die Heizkreislauf pumpt bzw. pumpen will, kann man nicht  verhindern. Falls es im Haus dabei aber zu warm wird, schaltet o.a. Bimetall-Thermostat einfach die Umwältzpumpe ab.

Auch der nachträgliche Einbau des zugehörigen Raumthermostaten brachte bei mur nichts:  Obwohl nach einer kalten Nacht die Außentemperatur vormittags schon über der eingestellten Innentemperatuer von 21°C lag, pumpte das "Regelgerät Logamatik 2107" der Firma Buderus immer noch heißes Wasser in den Heizungskreislauf.

Mein Heizungsbauer hat mir seinerzeit zwei Hefte überlassen, eine Bedienungsanleitung und ein Serviceheft. Soweit ich noch erinnere, kommt man in die Serviceebene, wenn man mit einem dünnen Stift in ein Löchlein im Bedienfeld drückt. Aber ohne Serviceanleitung kann man da nichts ausrichten.


An Hand eines vereinfachten elektrischen Ersatzschaltbildes

zeigt die folgende Simulation, dass die von der Außentemperatut gesteuerte Vorlauftemperatur der Heizung nicht verzögert, sondern besser sogar etwas der Außentemperatur vorlaufend eingestellt werden müsste, was in der Praxis mit einer PID-Regelcharakteristik angenähert realisiert werden kann.

Die Heizung (der Funktionsgenerator rechts) ist aus. Auf dem Oszilloskop (oben) sieht man die täglich sinusförmig schwankende Außentemperatur (10V) und die zeitlich (ca. 3,2 Stunden) verzögerte und gedämpfte Innentemperatur (7,110V).

Nun ist die Heizung eingeschaltet und so eingestellt, dass die Temperaturschwankungen innen minimal sind (1, 012V). Dies ergibt sich, wenn die Heizung nahezu gegenphasig zur Außentemperatur betrieben wird. Genaugenommen müsste sie dabei noch um 1 Winkelgrad (4 Minuten) voreilen.

Hier sind nochmal die sinusförmig verlaufende Außentemperatur und die nahezu gegenphasig verlaufende (zur besseren Unterscheidung rechteckförmige) Vorlauftemperatur der Heizung gezeigt, bei der sich die kleinsten Schwankungen der Innentemperatur ergeben.

Wird die Vorlauftemperatur der Heizung von der verzögerten Außentemperatur - wie bei der Logamatik - abgeleitet, so sind die Schwankungen der Innentemperatur sehr groß (3,068V) und es zeigt sich, dass die Temperatur tagsüber zu hoch und nachts zu niedrig ist.

Nachtrag:
Wie ich von dritter Seite erfahren habe, läuft die Heizkreispumpe unmittelbar nach der Brauchwasser-Erwärmung immer, bis der Kessel ausgekühlt ist. Demnach sagte ein Servicetechniker von Buderus dazu, dass es sinnvoller ist ,die "Restenergie" ins Haus zu pumpen, als sie durch den Kamin zu blasen: Deshalb springt die HK-Pumpe an, nachdem die Ladepumpe stoppt. - Das mag bei niedrigen Außentemperaturen noch sinnvoll sein, bei höheren Außentemperaturen ist das m.E. Schwachsinn..

Fazit

Wenn der Programmierer des Steuergerätes Logamatic 2107 von Buderus kein Blödi gewesen wäre, dann hätte er zumindest neben den Gebäudearten 1, 2 und 3 mit jeweils unterschiedlicher zeitlicher Verzögerung für die Auswertung der Außentemperatur auch eine Gebäudeart 0 vorgesehen, bei der die Außentemperatur unverzögert ausgewertet wird - ggf. mit einer kleinen Hysterese o.ä., um unnötige Brennerstarts durch kurzfristige Temperaturschwankungen zu vermeiden. Wie o.a. Simulation zeigt, würden damit die Temperaturschwankungen im Haus minimiert.

Anzumerken wäre noch, dass die 18 Jahre alte außentemperaturgeführte Heizung im Haus meiner Eltern, die die Vorlauftemperatur unmittelbar aus der aktuellen Außentemperatur ableitet, die Innentemperatur in der Regel auf +/- 1,5°C konstant hält. Der Außensensor ist auf der Ostseite angebracht, so dass er bereits frühzeitg "sieht", wenn die Sonne scheint und die Vorlauftemperatur entsprechend abregelt. Wenn die Außentemperatur höher ist als die eingestellte Raumtemperatur, sind alle Heizkörper kalt.
(Im Gegensatz dazu sitzt der Außensensor hier bei mir auf der Nordseite.)


Offene Fragen 2014

Da Buderus meine eingangs erwähnte Anfrage nur mit Floskeln beantwortet hat und gar nicht auf das beschriebene Problem der Überheizung eingegangen ist, wollte mein Heizungsinstallateur seinerzeit die zugehörige Fernbedienung mit Raumtemperatureinstellung als Kulanzleistung von Buderus einbauen. Dies wurde von denen aber abgelehnt. In Erwartung der Behebung meines Problems ließ ich ihn die Fernbedienung aus meine Kosten einbauen. Das hat jedoch absolut gar nichts gebracht. Nach wie vor pumpte die Heizung bei einer eingestellten Raumtemperatur von 21°C und einer morgendlichen Außentemperatur von z.B. 27°C unbeeindruckt 43°C heißes Wasser in die Heizkörper.

Nach Auskunft meines Heizungsinstallateurs ist der manuelle Mischer ausreichend, er ist bei mir fest auf  7/10 eingestellt.

Wegen der Nachtabsenkung ist die Umwälzpumpe bei mir nachts ausgeschaltet, die Kesseltemperatur sinkt dann deutlich unter 42°C ab, z.B. auf (beobachtete) 23°C. Obwohl es in den Firmenunterlagen nirgends steht, ist das das demnach offenbar ein Niedertemperatur-Kessel. Dies hat mir mein Schornsteinfeger bestätigt. Der von einem Nachbarn von mit vermutete im Heizkessel eingebaute automatische Mischer existiert definitiv nicht.

Damit stellen sich drei Fragen:

1. Wieso ignoriert Buderus das Problem der Überheizung seit vielen vielen  Jahren permanent?
3. Wieviel CO² wird deshalb jährlich in der BRD so auf Kosten von Buderus-Kunden in die Atmosphäre geblasen?
4. Wann verklagt endlich jemand die Firma Buderus wegen der dadurch verursachte Umwelt- und finanziellen Schäden?


Donnerstag, 09.06.2016

7:08 Uhr, Außentemperatur 12,2°C, Innentemperatur ~23°C,  eingestellte Soll-Innentemperatur 20°C:

BuderusMist

Die von mindestens einem Vollidioten bei Buderus programmierete Heizungsregelung versucht ständig, mir kräftig einzuheizen, erkennbar an der leuchtenden Glimmlampe (Pfeil) am Bimetall-Thermostaten, der den Strom für die Umwälzpumpe unterbrochen hat. Aber vermutlich ist das nicht der einzige Idiot bei Buderus: Ansonsten wäre die Erkenntnisresistenz von Buderus bezüglich meiner diesbezüglichen Schreiben, Anrufe und E-Mails - worin ich u.a. auch auf gleichlautende Beschwerden etlicher anderer  Buderuskunden hingewiesen habe - nicht zu erklären.

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