Vorbemerkungen:
Sofern Bilder und Fotos hier eingebettete Farbprofile haben,  ist dabei die Originalgröße angegeben, z.B.: richtige Größe: 329KB . Der Grund ist , dass ich feststellen musste, dass zumindest bei meinem "web'n'walk at home"-Internetanschluss diese Farbprofile zeitweise nicht übertragen werden.
Die Begriffe Profilieren und  Kalibrieren benutze ich hier entsprechend http://foto.beitinger.de/kalibrierung/kalibrierung_profilierung_unterschied.html
richtige Größe: 16KB
(Wenn die Dateigröße stimmt und die Farben trotzdem falsch sind, dann berücksichtigt Dein Browser das eingebettete Farbprofil nicht.)

Gut zu wissen:
Eingebettete Farbprofile beschreiben die Konvertierung der RGB-Daten in einen definierten Farbraum (CIE Lab oder CIE XYZ). Farbprofile für Ausgabegeräte (Monitore, Drucker) beschreiben den umgekehrten Weg, nämlich die Konvertierung von CIE Lab bzw. CIE XYZ in den Farbraum des Ausgabegeräts.

Farbräume meiner Geräte
oder Farbmanagement von hinten durch die Brust

Hier die Farbräume meiner Geräte.
dargestellt mit Hilfe des "Color Space Test Image" von Ralph Altmann
für eine mittlere Helligkeit (L=50%).

Mein Fotoapparat (der größte, aber immer noch kleiner als ProPhoto)
Mein Drucker (der wolkenförmige)
Mein Monitor (der kleinste)

Farbräume meiner Geräte 1(2)




Mein Scanner (der rautenförmige)
Mein Drucker (der wolkenförmige)
Mein Monitor (der kleinste)

Farbräume meiner Geräte 2(2)



Diese Vergleiche im Lab-Farbraum zeigen nur Schnitte durch die Farbräume für mittlere Helligkeit (L=50%). Einen umfassenderen Vergleich  verschieder 3D-Farbräme bietet http://www.iccview.de/index.php .

und was lernen wir daraus?

Wenn Du wirklich die Farbkapazität Deiner Geräte (Kamera, Scanner, Drucker) ohne Einbuße an Farben nutzen möchtest, darfst Du deren Farbräume nicht in kleinere (z.B. sRGB) zwängen. Wenn du's doch tust, solltest Du den Rendering-Intent perceptiv benutzen. Dabei werden die Farben des größeren Farbraums in den kleineren reingequetscht, was mit gewissen Farbveränderungen verbunden ist. Dieser Vorgang ist unumkehrbar, d.h. eine Rückkonvertierung im den größeren Farbraum wird die ursprünglichen Farben nicht wieder herstellen.

Falls Du einen profilierten und kalibrierter Monitor mit einem großem Farbraum besitzt, kannst Du auch in der Vorschau gucken, ob andere Rendering-Intents bessere Ergebnisse liefern.

Ich benutze ProPhoto als Arbeitsfarbraum und z.B. zum Ausdrucken den Rendering-Intent "perceptiv". Dieser zielt darauf ab, die Farbverhältnisse für das menschliche Auge anzupassen, wobei sich die Farben selbst jedoch verändern. Um wirklich farbtreue Ausdrucke - d.h. stimmige Lab-Werte - zu erhalten, muss man vor dem Drucken absolut colormetrisch (Engine: Microsoft ICM) in den Farbraum des Druckers  konvertieren. Dann werden lediglich die Farben, die außerhalb des Druckerfarbraum liegen, verändert (und zwar an den Rand des Druckerfarbraums verschoben).

Auch Dein Monitor kann nicht alle diese Farben darstellen: Vermutlich nur annnähernd sRGB und wenn er teurer  war, vielleicht sogar annähernd Adobe98. Weil viele Anwendungen jedoch das entsprechende, vom Windows-System bereitgehaltene Monitorprofil ignorieren, siehst Du auf solchen "Wide Gammut"-Monitoren überdrehte (gesättigtere) Farben. Daran kann man sich jedoch so sehr gewöhnen, dass der Farbeindruck bei Umstieg auf einen Monitor, der den sRGB-Farbraum exakt darstellt (Eizo-Monitore), unbefriedeigend ist.

In der Windows-Systemsteuerung unter
/Color Settings/Devices
kann man dem Monitor, dem Drucker und auch anderen Geräten entsprechende Farbprofile zuordnen. Wenn dort nichts eingetragen ist, gilt sRGB als default . Falls Du z.B. ein Monitorprofil installierst und es dort nicht eingetragen wird, dann erhalten farbmanagement-fähige Anwendungen (z.B. der Browser) bei Anfrage an das Betriebssystem die Auskunft, dass sRGB das Monitorprofil sei - und Du siehst  auf Deinem neuen "Wide Gammut"-Monitoren überdrehte (gesättigtere) Farben - und findest das womöglich ganz toll ;-). Nun ja, das sRGB-Rot (R=255, G=0, B=0) ist nicht gerade der Brüller,  die allermeisten Monitore können röter.

Falls Dein Bildbearbeitunggsprogramm voll farbmanagementfähig ist und über eine Gammut-Warnung verfügt,  kannst Du Dir die Bereiche anzeigen lassen, die Deine Geräte nicht farbrichtig darzustellen können.

Wenn Du die Bilder allerdings ins Internet stellen willst, solltest Du sie vorher perceptiv nach sRGB wandeln! Da Dein Monitor vermutlich aber eh nur annähernd sRGB kann, wirst Du dabei bestenfalls marginale Veränderungen erkennen.

Zu erwähnen ist, dass das Rendern meiner ProPhoto-Bilder in den (kleineren) Ausgabefarbraum meines HP 970Cxi mit dem mittels Spyder3Print erstellten Druckerprofil unbefriedigend ist, s. hierzu spy3prnt.htm.


Hier gibt's ein Testfoto (richtige Größe: 1.099KB): Die Sättigung dieses Fotos kratzt an den Grenzen des Farbraums meines Druckers (hierzu musste ich die Sättigung des Grün etwas erhöhen) und übersteigt deutlich die Farbfähigkeiten meines Monitors. Nach dem Runterladen zuerst ProPhoto als Farbprofil zuordnen!

Und an Hand dieses Testfotos einmal veranschaulicht:



Im linken Bild sind die Bereiche ausgegraut, die mein Drucker nicht farbrichtig darzustellen vermag.
Im rechten Bild sind die Bereiche ausgegraut, die in sRGB nicht farbrichtig dargestellt werden können.


Ergänzung nach Anschaffung eines LED-Monitors
Ein subjektiver Erfahrungsbericht

Das schwächste Glied bezüglich der Farbräume war mein LCD-Billigmonitor mit CCFL-Backlight. Zufällig sah ich einenTestbericht über den ACER AL 1917L, der angeblich 104% des NTSC-Farbraums abzubilden vermag und mit LED-Backlight-Technologie arbeitet. Obwohl mir die 104% etwas suspekt vorkamen, schaute ich mir auf  iccview den NTSC-Farbraum im Vergleich zum Farbraum meines AMW X1900DS (der sRGB nur knapp abdeckt) an und war gleich so beeindruckt, dass ich mich spontan zum Kauf des ACER entschloss.

Als der dann am nächsten Tag da war, profilierte (und kalibrierte) ich ihn zunächst mit meinem Spyder2: Acer0809-Spider.icm. Ein späterer Vergleich dieses Profils auf iccview mit dem NTSC-Farbprofil fiel enttäuschend aus, die 104% beziehen sich allenfalls auf die Größe, aber keinesfalls auf die Form der Farbräume! Aber der Reihe nach:

Zunächst zeigten sich allenthalben sattere Farben, einzig mein voll farbmanagementfähiges Programm Photoshop brachte die richtigen Farben! Das liegt daran, dass fast alle Bilder im Internet auf dem sRGB-Farbraum basieren, in dem z.B. blau-rot (R=255, G=0, B=127) deutlich weniger gesättigt ist, als der ACER es nun darstellt. Windows XP teilt das Monitorprofil der jeweiligen Anwendung nur auf Anfrage mit und überlässt dieser das Farbmanagement .

Wenn man bei PaintShopPro 5 oder PhotoImpact 6 unter "Farbverwaltung aktivieren" das richtige Monitorprofil auswählt (muss in der Windows-Systemsteuerung unter /Color Settings/Devices eingetragen sein), stimmen die Farben. Allerdings kümmern sich diese Programme ihrerseits trotzdem NICHT um eingebettete Profile, sondern unterstellen für  geöffnete Bilddateien den sRGB-Farbraum. Wenn Du also ein ProPhoto-Bild mit einem solchen, nicht oder nur teilweise farbmanagement-fähigen Programm (auch der IE gehört Anfang 2011 noch dazu) öffnest, sieht es arg entsättigt aus. XnView hingegen berücksichtigt - falls in den Optionen so eingestellt - die eingebetteten ICC-Profile, allerdings muss man da auch das Farbprofil des Monitors vorgeben (eigentlich sollte  XnView von sich aus das entsprechenen Farbprofil aus Windows ICM abrufen).

Hier sind die Farbräume der beiden Monitore zweidimensional im Lab-Farbraum dargestellt (liniert ACER, gefüllt AMW):



Wie man sieht, hat der ACER wohl den größeren Farbraum aber Schwächen (geringe Farbsättigung) im Bereich orange bis gelbgrün, andererseits jedoch hohe Farbsättigung in den Bereichen blaurot und blaugrün bis cyan.  Die Farbdarstellung auf diesem LED-Monitor wirkt zunächst irgendwie unausgewogen: Rot knallt, Gelb mickert. Aber vielleicht kann man sich ja daran gewöhnen...


Und hier sieht man den Farbraum NTSC sowie die Farbräume beider o.a. Monitore, dargestellt an Hand der "Schuhsohle":

Monitor-Farbräume

Dazu zwei Anmerkungen:
Warum zeigen die Monitorhersteller eigentlich nicht die Farbprofile auf ihren Produktseiten und liefern sie auch nicht mit den Monitoren aus?
Und warum findet man in den Monitor-Tests einschlägiger Zeitschriften zu den Farben zumeist nur Allgemeinplätze wie realistische Farbdarstellung, kräftige Farben, natürliche Bilddarstellung oder - bei einem Monitor mit relativ großem Farbraum - überdrehte Farbwiedergabe??
und ein Tipp:
Mit MonInfo.exe (freeware) kann man die Color-characteristics des Monitors auslesen*) und dann mit  QuickMonitorProfile.exe (freeware) selber einfache Matrix-Profile erstellen, also den Monitor profilieren. Dieses Profil muss man dann installieren und in der Windows-Systemsteuerung unter/Color Settings/Devices dem verwendeten Monitor zuordnen, so dass es alle farbmanagementfähigen Programmem benutzten können. Die darüber hinaus bei hardware-basierten Tools (z.B. Syder3Elite) praktizierte Optimierung innerhalb des monitoreigenen Farbraums - die sogenannte Kalibrierung (diese Daten werden  dann jeweils beim PC-Start auf die Grafikkarte geladen) - halte ich bei Hobbyanwendung für verzichtbar.  Mit solchen hardware-basierten Tools erstellte Monitorprofile enthalten an Stelle einer Matrix  Wertetabellen (LUTs), in denen die Umrechnung der ausgemessenen RGB-Werte in definierte Farbwerte (Lab) und zurück für verschiedene Rendering-Intents hinterlegt sind.

*) leider sind diese Firmenangaben nicht immer korrekt!



sRGB, Adobe98 oder doch ProPhoto?

Für sRGB spricht vieles. Dieser Farbraum wird allenthalben unterstützt, seien es Digitalkameras, Scanner, Monitore, Bildbearbeitungsprogramme u.a.. Wenn man damit arbeitet, braucht man sich auch übers Farbmanagement gar keine Gedanken  zu machen. Es ist zwar der kleinste der o.a. Farbräume, aber das ist nur eine marginale Einschränkung: Die allermeisten Farben unserer Umwelt liegen in diesem Farbraum - und selbst Farbdrucker können - mit Ausnahme von Gelb - nicht so gesättigte Farben darstellen. Daher sollte es einen nicht wundern, wenn Ausdrucke anders aussehen als auf dem Monitor. Zur genauen Beschreibung des Farbmanagements beim Drucken siehe  spy3prnt.htm

Herbstfarben in ProPhoto
richtige Größe: 329KB
Falls Dein Browser nicht farbmanagementfähig ist, wirkt dieses Herbstlaubfoto etwas flau!
Dieses unbearbeitete Herbstfarben-Bild in ProPhoto enthält viele Farben, die außerhalb des sRGB-Farbraums liegen, etliche liegen zudem auch außerhalb von Adobe98.

Schauen wir uns das mal genau an:

Farbraum von Herbstfarben

Das kleinste Dreieck ist der sRGB-Farbraum, das mittlere ist Adobe98 und das große ProPhoto. Die Farbpunkte sind die Farben des Herbstlaubfotos.

Zumindest in diesem Fall ist der Gewinn an Farbumfang von Adobe98 gegenüber sRGB nicht groß. Falls man aber einen Monitor hat, der Adobe98 abdeckt, sieht man im Bereich um Gelb da doch etwas mehr Farbe. Unabdingbar für Arbeiten in diesem Farbraum sind voll farbmanagementfähige Programme. Eine einfache Umschaltemöglichkeit des Monitors auf sRGB für die übrigen Programme ist hilfreich.

Und hier noch anstatt  von ProPhoto der Farbraum eines Ausbelichters, der nahezu Adobe98 abdeckt:
Druckbare Farben des Herbstbildes


Warum ich ProPhoto bevorzuge

zeigt dieses Beispielbild (Bildschirmfoto):
ProPhoto vs sRGB

Rechts sieht man (im Prinzip) die Farben der linken Petunie nach der Konvertierung  in den sRGB-Farbraum. Es ist natürlich unmöglich, zwei verschiedene Farbräume in einem Screenshot darzustellen, deshalb musste ich ein wenig trixen, um die Unterschiede zu visualisieren. An Hand dieses Originalfotos in ProPhoto kann das jedoch jeder selber nachvollziehen (sofern der Monitor mehr kann als sRGB und das System Farben richtig managed.).


Zu grobe Farbabstufungen bei 8-bit ProPhoto vs 8-bit sRGB?

Bei dem von mit bevorzugten Farbraum ProPhoto sind die Farbabstufungen bei 8-Bit-Bildern auf Grund der Größe dieses Farbraums größer als bei den anderen Farbräumen. Deshalb wird oft das Arbeiten mit 16 Bit empfohlen; ich halte das aber für übertrieben. So errechnet sich z.B. für lila (R=150, G=0, B=150) gegenüber lila (R=151, G=0, B=151) ein DeltaE=1, ein nach gängiger Einschätzung fast nicht sichtbarer Unterschied.

Hierzu beispielhaft eine 12-stufige Gelbleiste in ProPhoto - siehst Du die einzelnen Stufen?


Zwischen den Enden dieses Farbstreifens beträgt die Farbdifferenz Delta E weniger als 5, gemeinhin  spricht man erst ab Delta E >= 5 von einer anderen Farbe. Wenn Du hier also die einzelnen Stufen unterscheiden kannst, erkennst Du Farbunterschiede ab etwa Delta E = 5/12.
Hingegen sind bei der Grauskala Farbabweichungen von Delta E > 2 bereits deutlich erkennbar.


Zur Abrundung hier der Farbraum meiner Kamera Canon S45 in Schuhsohlen-Darstellung

Farbraum Canon S45

Die farbigen Punkte sind die Farben des Sonnenspektrums, das ich als Spiegelung auf einer CD fotografiert habe, das Dreieck ist der ProPhoto-Farbraum.

Und hier siehst Du - falls Dein Browser Farbmanagement kennt - dieses fotografierte Spektrum:
 Sonnenspektrum, Spiegelung auf einer CD
richtige Größe: 13KB
-oder besser, Du würdest es sehen, wenn Dein Monitor es farbrichtig darstellen könnte. Derzeit gibt' meines Wissens jedoch keinen, der das kann.

Mein Arbeits-Farbraum wird auch weiterhin ProPhoto sein - und vielleicht gibt es eines Tages auch einen (bezahlbaren) Monitor, der dann meine Fotos farbrichtig darstellt.

Hier sei nochmal darauf hingewiesen, dass die Darstellung auf dem Monitor, die Ausgaben am Drucker und Ausbelichtung von ProPhoto-Bilddateien problematisch sein kann: Die meisten Programme und Browser sind nicht oder nur eingeschränkt farbmanagement-fähig. Das Rendern der Bilder in ein Druckerprofil klappt nicht immer (siehe hier) und Ausbelichter kümmern sich zumeist nicht um eingebettete Profile.


Mein buntestes Foto

Hinweis: Wenn Dein Browser das eingebettete Farbprofil dieses Fotos nicht beachtet, sehen die Farben etwas flau aus!

Herbst in ProPhoto
richtige Größe: 226KB

Etliche Farben dieses Fotos in ProPhoto liegen außerhalb des sRGB-Farbraums. Wenn man die Farben dieses Fotorelativ relativ colormetrisch nach sRGB konvertiert, werden die Farben des Fotos (Bild1), die außerhalb von sRGB liegen, an den Rand diese Farbraums verschoben (Bild2). Auf meinem Monitor, der nicht einmal sRGB richtig kann, sieht man davon allerding nichts!





Mein neuer Monitor NEC P221W

Bei der Nachbearbeitung von Fotos mit diesem Monitor erziele ich bei ~30% deutlich bessere Ergebnisse als bei der Bearbeitung mit meinem alten Monitor: Die Farbabstimmung der Fotos gelingt mit dem P221W deutlich authentischer. Das bei dem alten Monitor bei Betrachtung eines Farbspektrums (Beispiel in ProPhoto, richtige Größe: 16KB) deutlich sichtbare Banding ist bei dem neuen kaum erkennbar. Auch etliche meiner alten Fotos entdecke ich damit quasi neu.

Hier ein Vergleich der Lab-Farbräume beider Monitore, der kleiner ist mein alter AMW:
Farbraum NEC vs AMW

Hinweise:
Ein interessantes Color Space Conversion Test Image in ProPhoto RGB, mit dessen Hilfe man z.B. Banding-Artefakte bei Farbraumkonvertierungen erkennen kann, gibt es bei
http://static.photo.net/attachments/bboard/00G/00G6hA-29510484.jpg
richtige Größe: 32KB
Ergänzung Juni 2015: Inzwischen habe ich für diesen Test ein eigenes Bild gemacht, dass m.E. besser ist. Aber nicht vergessen, vorab diesem Bild den eigenen Arbeitsfarbraum zuzuweisen, weil manche Programme ansonsten sRGB unterstellen. Danach liegen sämtliche Farben genau auf den äußeren Begrenzungslinien dieses Farbraums.

Mein neuer Momitor zeigt da deutllich weniger Banding-Artefakte als der alte
Und hier gibt's ein sRGB-Profil mit vertauschten Farben - nützlich für eigene Tests bzgl. Farbmanagement-Fähigkeit.


Prüfung der Farbwiedergabe eines Monitors

Angeregt durch die Diskussion in der NG de.rec.fotografie, wessen Monitor wohl besser Fatben hat, habe ich mir bei
http://www.rags-int-inc.com/PhotoTechStuff/MacbethTarget/
das Target mit den Angaben der zugehörigen Lab-Werte geholt. Es enthält nur Farben des sRGB-Raums, vermutlich also keine Farben, die Dein Monitore nicht darstellen kann. Zudem benötigt man ein Kolorimeter, mit dem man die Farben des Monitors in Lab-Werten messen kann;  bei mir hier der Sensor des Spyder3Elite unter "Extras/Kolorimeter".

Damit tatsächlich die richtigen Farben des Targets auf  dem Monitor erscheinen und nicht die perceptual in den Monitorfarbraum gerenderten, muss das Target vorab absolut colormetrisch (Engine: Microsoft ICM)*) in den Farbraum des Moitors  konvertiert werden.

Hier das Ergebnis meiner Messungen des P221W


Anmerkungen zu obigen DeltaE
Ich benutzte für die Berechnung die originäre CIELAB-Formel von 1976, d.h. die heute üblichen Korrekturfaktoren, die bei gesättigteren Farben kleinere Werte ergeben, blieben unberücksichtigt
Das gilt auch für die Grauwerte. Im Gegensatz dazu entspricht die heute üblichen Angabe der Neutralität der Grauachse dem DeltaE ohne Helligkeitsanteil. Auch dadurch ergäben sich  kleinere Werte.

*) Im Gegensatz zu PS7 patzt(?) hier die "ADOBE-Engine" bei CS3 und verändert auch die Farbwerte innerhalb des Zielfarbraums!!! Bitte bitte mailt mir, falls ihr einen anderen Grund für diese Farbwertveränderung bei absolut colormetrisch  innerhalb des Zielfarbraums kennt!


Außerdem sollte man an Hand von
http://www.fotocommunity-prints.de/fileadmin/daten/fcPrints_Testbild_100ppi.jpg
prüfen,  ob bei sehr dunkel und sehr hell  genügend differenziert wird (oben rechts im Testbild).
Bei meinem Monitor musste ich hier (nach der Kalibrierung!) mit "Black Level" korrigieren.



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