Refresh von Alkaline-Batterien?

Im Jahre 1997 habe ich die Wiederaufladbarkeit von Alkaline- und anderen Battereien getestet. Dabei wurden die Batterien mit den in der Tabelle angegebenen Widerständen belastet und bis auf 0,8V (unter Last) entladen. Danach wurden Sie mit einer Konstantspannung von 1,75V und einem Strombegrenzungswiderstand für 60mA bei Mignon bzw. 30mA bei Mikro wieder aufgeladen.

Hier die Ergebnisse:

Im allgemeinen kann man demnach mit Wiederaufladungen die Kapazität der Batterein mehr als verdoppeln. Wichtig dabei ist jedoch, dass die Aufladung unmittelbar nach der Entladung erfogt und die wieder aufgeladenen Batterien auch sofort wieder eingesetzt werden. Bei längeren Liegezeiten oder Belastung mit nur geringen Entladeströmen laufen die wieder aufgeladenen Batterien mit einiger Wahrscheinlichkeit bald aus.

 Sie laufen um so sicherer aus
- je höher der Ladestrom
- je höher die insgesamt entnommene Kapazität
- je höher die jeweilige Entladungstiefe und
- je länger (Zeit) sie so genutzt werden.

Und natürlich herstellerabhängig.

Antwort auf eine Rückfrage bzgl. des alternativen Einsatzes von NiMH-Akkus:

Beim Laden misst mein selbstgebautes Delta-Peak Ladegerät die LADE-Kapazität der NiCd bzw. NiMH-Akkus (in letzter Zeit verwende ich ausschließlich NiMH, weil diese heutzutage nahezu die Kapazität der Alkaline-Batterien erreichen). Nach einigen Zyklen liegt die LADE-Kapazität zumeist um 10% - 30% unterhalb der angegebenen NENN-Kapazität - d.h., dass nach etlichen Zyklen nur noch ca. 80% - 60% der Kapazität verblieben sind.

Man muss wissen, dass bei modernen Ladevefahren (Delta-Peak, Delta-U) die "schwächste" Zelle (d.h., die mit der höhsten Selbsentladung oder der geringsten Kapazität) der Batterie oft den Ton angibt und dies sich mit den Zyklen kumuliert. Daher sollte man die Akkus hin und wieder normal laden (d.h. 14h mit I=1/10 der Nennkapazität).

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